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Unser Konzept

Nachhaltige Investments sind kein Sponsoring! Nachhaltige Produkte sind meist genauso erfolgreich, wenn nicht sogar besser, als ihre konventionellen Pendants. Von einer nachhaltigen Ausrichtung Ihres Investments profitieren sowohl Sie als Anleger als auch die Gesellschaft und die Umwelt.
Unsere nachhaltigen Anlagelösungen basieren zunächst auf denselben finanzwirtschaftlichen Analysen und Überlegungen wie unsere klassischen Produkte. Die Nachhaltigkeitsbewertung ersetzt also nicht unsere bewährte, finanzwirtschaftliche Beurteilung, sondern ergänzt sie und schafft damit einen Mehrwert.
Unsere Anlageentscheidungen basieren auf vier Analyseebenen.
(1) Branchenanalyse Alle Branchen werden hinsichtlich ökologischer Chancen und Risiken klassifiziert.
(2) Unternehmensanalyse Aufbauend auf den Erkenntnissen der Branchenanalyse wird das konkrete Verhalten der Unternehmen analysiert.
(3) Ausschlusskriterien Es werden Unternehmen ausgeschlossen, welche substanzielle problematische – und damit riskante –
Geschäftsfelder oder Tätigkeiten aufweisen wie beispielsweise Tabakprodukte, Rüstungsgüter oder Kernenergie.
(4) Finanzanalyse Die Unternehmen werden im Hinblick auf finanzwirtschaftliche Kriterien bewertet.

Nachhaltigkeitsanalyse von Unternehmen

Unsere Nachhaltigkeitsanalyse beruht auf Risikoüberlegungen. Was heisst das? Nachhaltig wirtschaften bedeutet für die Bank J. Safra Sarasin, Güter und Dienstleistungen mit breiter gesellschaftlicher Akzeptanz herzustellen. Die Produktionsmethoden sollten gleichzeitig möglichst konfliktarm und Ressourcen schonend sein.
Risikoüberlegungen liegen der Nachhaltigkeitsanalyse in drei Dimensionen zugrunde: Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft.
Nachhaltigkeitsanalyse
Wir gehen davon aus, dass Unternehmen grundsätzlich sensibler bezüglich bestimmter Risiken agieren, die alle drei Dimensionen berücksichtigen und dementsprechend vorausschauend handeln. Ein Lebensmittelhersteller etwa minimiert sein Reputationsrisiko, in dem er nicht unkritisch den billigsten Lieferanten favorisiert und damit möglicherweise einen Lebensmittelskandal in Kauf nimmt.
Die Umweltanalyse…
…bewertet anhand von umfassenden branchenspezifischen Kriterien, wie umweltverträglich Unternehmen ihre Produkte und Herstellungsprozesse gestalten. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus der Erzeugnisse berücksichtigt: von den Vorprodukten über die Produktion bis hin zu Gebrauch und Entsorgung.
Die Sozialanalyse…
…untersucht, wie das Management eines Unternehmens die Beziehungen zu seinen Anspruchsgruppen gestaltet, die für den langfristigen finanziellen Erfolg entscheidend sind: Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber sowie die Öffentlichkeit und der Staat.
Ausschlusskriterien
Manche im Augenblick finanziell attraktiv erscheinende Branchen oder Geschäftsfelder sind derart risikobehaftet, dass sie von vornherein nicht in die Nachhaltigkeitsportfolios der Bank J. Safra Sarasin aufgenommen werden. So schliessen wir derzeit Unternehmen aus, die mehr als fünf Prozent des Umsatzes mit der Herstellung von folgenden Produkten erzielen: Kernenergie, Rüstungsgüter, Chlor- und Agrochemikalien, Tabak, Pornografie, in der Landwirtschaft eingesetzte Gentechnik.

Systematik der Bewertung

Sustainability Matrix
x-Achse: Branchenrating
Die erste Ebene beantwortet die Frage, welche Risiken die entsprechende Branche für Mensch und Umwelt birgt.
Die Bewertungskriterien hierfür sind Ressourcenverbrauch, Emissionen, Zentralisierungsgrad, interne sowie externe Konfliktpotenziale. Zum einen identifizieren wir so die spezifischen Risiken und Chancen für das einzelne Unternehmen innerhalb der jeweiligen Branche. Zum anderen können wir die verschiedenen Branchen im Hinblick auf das Ausmass ihrer Risiken zueinander in Relation setzen.
y-Achse: Unternehmensrating
Die zweite Ebene beantwortet die Frage, wie das Unternehmen im Vergleich zu seinen Konkurrenten mit seinen branchenspezifischen ökologischen und sozialen Chancen und Risiken konkret umgeht. Kriterien hierfür sind beispielsweise Energie- und Materialintensität, Einsatz erneuerbarer Ressourcen sowie die Beziehung eines Unternehmens zu Lieferanten, Öffentlichkeit und Mitarbeitern. Das Resultat dieser Analyse ist eine Rangordnung aller untersuchten Unternehmen innerhalb einer Branche.

Nachhaltigkeitsanalyse bei Anleihen

Wer sein Geld – verglichen mit Aktien – risikoärmer anlegen will, kommt an Anleihen nicht vorbei. Doch besteht hier eine sehr grosse Vielfalt an Emittenten: Neben Unternehmen sind dies auch Gebietskörperschaften (z. B. Staaten) und öffentliche Institutionen (z. B. Weltbank und Europarat).
Wir bewerten Länder in zwei Dimensionen. Einerseits beeinflusst die Verfügbarkeit von Ressourcen die künftigen
Produktionsmöglichkeiten massgeblich.  Andererseits wird bewertet, wie effizient natürliche und soziale Ressourcen in Wohlstand und Lebensqualität umgewandelt werden.
Öffentliche Institutionen durchlaufen ein ähnliches Analyseverfahren wie Unternehmen. Um der Besonderheit dieser Emittenten besser Rechnung zu tragen, wird zusätzlich zu den Leistungen für Umwelt und Gesellschaft der Organisationszweck bewertet.

Transparenz

Die Bank J. Safra Sarasin ist Mitglied beim European Sustainable and Responsible Investment Forum (EUROSIF), der europäischen Vereinigung aller Interessenten auf dem Gebiet nachhaltiger Geldanlage. Im September 2003 hat EUROSIF eine Transparenzleitlinie publiziert. Diese soll es interessierten Privatanlegern ermöglichen, sich ein möglichst klares und umfassendes Bild über die Qualität von nachhaltigen Investmentfonds zu machen. Die Bank hält sich verbindlich an diese Leitlinie.
Transparent Logo
Bank J. Safra Sarasin war es schon immer ein wichtiges und ernsthaftes Anliegen, Investorinnen, Investoren und Interessierte präzise und offen über Investmentprodukte zu informieren. Dies spiegelbildlich zu der Transparenz, welche unsere Analysten des Sustainable Investment Research in ihrer täglichen Arbeit von Unternehmen und Institutionen fordern.
                  
Aus diesem Grund hat sich die Bank J. Safra Sarasin als eine der ersten Anbieterinnen von Nachhaltigkeitsfonds in Europa bereit erklärt, Informationen über ihre Nachhaltigkeitsfonds entsprechend der Endfassung der Transparenzleitlinie zu publizieren. Diese Vorlage finden Sie im Internet auf der Homepage des Forums Nachhaltige Geldanlagen.